{"id":4096,"date":"2023-09-07T06:25:48","date_gmt":"2023-09-07T06:25:48","guid":{"rendered":"http:\/\/aktionleben-tirol.org\/?p=4096"},"modified":"2024-03-15T21:58:34","modified_gmt":"2024-03-15T20:58:34","slug":"abtreibung-lost-nicht-alle-probleme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktionleben-tirol.org\/index.php\/2023\/09\/07\/abtreibung-lost-nicht-alle-probleme\/","title":{"rendered":"Abtreibung l\u00f6st nicht alle Probleme"},"content":{"rendered":"\n<h6 class=\"wp-block-heading\">\u201eWir w\u00fcnschen uns endlich Ausgewogenheit. Frauen brauchen mehr als Zugang zum Schwangerschaftsabbruch&#8220;, fordert aktion leben-Generalsekret\u00e4rin Mag. Martina Kronthaler<\/h6>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/localhost\/Aktion\/media\/media_news\/woman-1958723.jpg?m=1654234813\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bild von&nbsp;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/3938030-3938030\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1958723\">Mandy Fontana<\/a>&nbsp;auf&nbsp;<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=1958723\">Pixabay<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Das Thema Schwangerschaftsabbruch ist h\u00f6chst komplex und ber\u00fchrt verschiedene Bereiche. Angesichts der rechtlichen Entwicklung in Polen und den USA fokussiert sich die Aufmerksamkeit derzeit wieder auf extreme Positionen. \u201eAbtreibung ist ein Reizthema. Provokationen und unsachliche Debatten gehen aber immer zu Lasten der Frauen&#8220;, beobachtet Mag. Martina Kronthaler, Generalsekret\u00e4rin von aktion leben \u00f6sterreich. \u201eWir unterst\u00fctzen die freie Entscheidung von Frauen und halten es f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich, dass Frauen bei einem Abbruch medizinisch und menschlich gut versorgt werden. Wir wollen aber auch nicht, dass der Schutz des Lebens verloren geht und die Probleme von Frauen, die sich zu einem Abbruch gezwungen sehen, vergessen werden.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abbr\u00fcche vermeiden durch Pr\u00e4vention, Beratung und Hilfe<\/strong><br>Um Abbr\u00fcche m\u00f6glichst zu vermeiden, gibt es viele M\u00f6glichkeiten, die l\u00e4ngst nicht ausgesch\u00f6pft sind und die nichts mit Zwang zu tun haben. \u201e\u00d6sterreich muss schleunigst zielgruppengerechte Ma\u00dfnahmen der Pr\u00e4vention anbieten!&#8220;, erkl\u00e4rt Kronthaler. Diese beginnen bei finanziell gesicherter Sexualp\u00e4dagogik sowie kostenloser, fl\u00e4chendeckender und kultursensibler Verh\u00fctungsberatung f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Entscheidung von gro\u00dfer Tragweite<\/strong><br>Ebenso wichtig ist es, dass es f\u00fcr jede Frau selbstverst\u00e4ndlich Begleitung und Hilfe gibt, wenn sie ungeplant schwanger ist. Jede Frau, die ungeplant schwanger ist, m\u00fcsse eine Entscheidung von gro\u00dfer Tragweite f\u00fcr ihr Leben treffen: \u201eZu entscheiden, ob man Mutter werden kann und will \u2013 jetzt mit diesem Kind, das heranw\u00e4chst und in der Situation, in der man jetzt gerade ist \u2013, r\u00fchrt an Lebensthemen und existenzielle Fragen&#8220;, erl\u00e4utert Kronthaler.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Info und Ausbau von Beratung<\/strong><br>\u201eJede Frau soll wissen, dass sie sich in einer solchen Situation an eine kostenlose, professionelle und ergebnisoffene Schwangerenberatung wenden kann. Das ist eine Ressource, die Frauen in dieser Situation st\u00e4rkt und unterst\u00fctzt.&#8220; aktion leben kritisiert seit vielen Jahren, dass die \u00f6ffentliche Information und die F\u00f6rderung von spezialisierten Schwangerenberatungs-Stellen unzureichend sind. \u201eNicht einmal im Mutter-Kind-Pass wird dar\u00fcber informiert&#8220;, berichtet Kronthaler.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Politik ist gefragt<\/strong><br>\u201eParallel dazu braucht es konkrete Unterst\u00fctzung und gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen, die ein gutes Leben mit einem (weiteren) Kind denkbar machen und tats\u00e4chlich erm\u00f6glichen&#8220;, ist Kronthaler \u00fcberzeugt. \u201eFrauen zur Fortf\u00fchrung der Schwangerschaft zwingen zu wollen, wird nie funktionieren und wir halten das auch f\u00fcr inakzeptabel.&#8220; In \u00d6sterreich sei es aber derzeit leichter, einen Abbruch zu bekommen als Hilfe f\u00fcr ein Leben mit Kind.<br>\u201eWir vermissen das Bekenntnis der Politik, die Zahl der Abbr\u00fcche reduzieren zu wollen. Immerhin geht es bei einem Abbruch um das Leben eines Kindes und es wollen auch viele Frauen gar nicht in die schwierige Situation kommen. Das zu verdr\u00e4ngen, hilft niemandem&#8220;, erg\u00e4nzt die aktion leben-Generalsekret\u00e4rin.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Transparenz statt Ideologie!<\/strong><br>Transparenz sei die wirkungsvollste Ma\u00dfnahme gegen die ideologische Vereinnahmung des Themas. In \u00d6sterreich sind nicht einmal die Zahlen der Abbr\u00fcche bekannt. Die j\u00fcngste Motivenerforschung ist \u00fcber 20 Jahre alt. Deshalb setzte aktion leben sich mit ihrer B\u00fcrgerinitiative \u201eFakten helfen!&#8220; f\u00fcr die Einf\u00fchrung einer Abtreibungs-Statistik und eine davon unabh\u00e4ngige Erforschung der Motive daf\u00fcr ein. \u201eHinsehen statt wegschauen! Transparenz statt Tabu und Ideologie. Das w\u00fcrde Frauen helfen!&#8220;, so der dringende Appell von aktion leben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mag. Daniela Orler<\/strong><br>Presse- und Informationsarbeit<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWir w\u00fcnschen uns endlich Ausgewogenheit. Frauen brauchen mehr als Zugang zum Schwangerschaftsabbruch&#8220;, fordert aktion leben-Generalsekret\u00e4rin Mag. 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