Wo ist unser Platz heute?

Positionierung von aktion leben tirol

Veränderung ist eine unvermeidliche Tatsache. In stürmischer See hält Kurs, wer das Segel richtig setzt und am Ruder ausharrt. Der rasche und tiefgreifende gesellschaftliche Wandel, Infragestellung von Werten, biotechnologische Möglichkeiten und die sich daraus ergebenden ethischen Fragestellungen fordern heraus, verunsichern, zwingen dazu, sich neu auszurichten.

Unser Ziel ist, Leben zu ermöglichen und nicht, Leben zu vernichten oder Leben zu erzwingen. Letzteres versuchen diejenigen, die nach Strafe rufen oder moralische Drohszenarien entwickeln. Beides läuft über Druck und Angst. Eine Schwangerschaft so zu erleben belastet nicht nur die Mutter, sondern gefährdet auch die gesunde Entwicklung des Kindes.

Leben vernichten, das heißt abzutreiben, mag vordergründig eine einfache Lösung sein. Wie alle einfachen Lösungen ist sie verführerisch und trügerisch. Wie alles Negative im Leben hinterlässt sie Spuren, aber eben negative und tiefe. Verführerisch ist sie vor allem deshalb, weil sie der modernen Wegwerfmentalität nahe kommt, das Unangenehme, Bedrückende, Überflüssige, nicht Gewollte wegzuwerfen, zu entsorgen und zu verdrängen.

Unser Platz ist der Platz der Mitte, der Platz des Lebens, der Platz des „Ja zum Leben". Dieses „Ja" baut auf Hilfe, Ermunterung, Unterstützung, Solidarität. In diesem „Ja" werden nicht Mutter und Kind gegeneinander ausgespielt, sondern versucht, für beide gemeinsam das beste Ergebnis zu erzielen.
Dieses „Ja" verbietet es auch, mit dem Leben zu „spielen", es für Versuche und Experimente zu missbrauchen. Daher auch unsere Kritik an der Präimplantationsdiagnostik, unser Nein zur Unterscheidung von wertlosem und wertvollem Leben, unser Nein zur tödlichen Nutzung von Embryonen im Interesse anderer. Wir lehnen die verbrauchende Embryonenforschung und die Embryonenverwertung ab und weisen ihren Rechtfertigungsversuch mit der Straffreiheit des Schwangerschaftsabbruchs zurück. Das sind zwei ganz verschiedene Sachen.

Wir wenden uns entschieden gegen alle Formen der Erniedrigung und Ausbeutung von Frauen. Auch deshalb lehnen wir die Leihmutterschaft ab. Mit Eizellspenden darf kein Geschäft gemacht und die damit verbundenen Risiken dürfen nicht verharmlost werden. Wir können nicht die Augen vor der Gefahr der Ausnutzung von Unwissenheit oder einer finanziellen Notlage von Frauen verschließen.

Unser Platz heute ist die Mitte: „Ja" zum Leben, „Ja" zur Würde der Frau. Technik und Medizin, Biologie und Genetik nur dort und soweit, wie sie dem Leben dienen, die Würde des Menschen – auch des Ungeborenen – achten. Und das alles nicht nur in Worten, sondern aus Haltung und in Taten.

 03.07.2018


Dr. Johann Hager - Obmann von aktion leben tirol

Dr. Johann Hager

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