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Familien- und Frauenministerium für anonymisierte Statistik über Schwangerschaftsabbrüche

In ihren Stellungnahmen bezeichnen das Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend und das Bundesministerium für Frauen und Integration die Einführung einer anonymisierten Statistik über Schwangerschaftsabbrüche und deren Gründe – wie sie von der unabhängigen aktion leben mit der Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ gefordert wird – als sinnvoll.

fakten helfen - PBI zum Schwangerschaftsabbruch - aktion leben tirol

Wien, 24. November 2020 – Sowohl Familienministerin Christine Aschbacher als auch Frauenministerin Susanne Raab  befürworten in ihren Stellungnahmen zur Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ die Einführung einer anonymisierten Statistik über Schwangerschaftsabbrüche und die anonyme Erforschung der Motive dafür. Die beiden Ministerinnen heben hervor, dass „mithilfe dieser Informationsgrundlage insgesamt verbesserte Rahmenbedingungen für werdende Eltern, insbesondere schwangere Frauen, wie etwa bedarfsorientierte Beratung und Unterstützung, geschaffen werden“ können.

Zahlen sind Stimmungsbarometer
„Fakten helfen!“ wurde von  aktion leben mit dem Ziel initiiert, auch in Österreich verlässliche Zahlen und Motive für durchgeführte Schwangerschaftsabbrüche anonymisiert zu erfassen. Aktuell fehlt europaweit nur in Luxemburg und eben Österreich eine solche Statistik. „Die Zahl der Abbrüche ist ein Barometer dafür, wie es Frauen und Eltern in einer Gesellschaft geht, wie es um ihre Zuversicht bestellt ist“, betont Martina Kronthaler, Generalsekretärin von aktion leben österreich. Die bisher 57.890 schriftlichen und Online-Zustimmungen würden zeigen, dass eine solche Statistik auch von den Österreicherinnen und Österreichern gewollt werde.

Statistik ist machbar
„Nur anhand einer Statistik lässt sich vergleichen, wie sich die Zahlen über die Jahre entwickeln und ob die gesetzten Maßnahmen im Sinne der Frauen und Familien erfolgreich sind“, so Kronthaler. Die aktion leben-Generalsekretärin zeigt sich verwundert, dass manche politisch Verantwortlichen hartnäckig die nicht auf Fakten basierende Meinung vertreten, eine Statistik sei nur möglich, wenn die Abbrüche von den Krankenkassen bezahlt werden. „Ein Blick nach Deutschland oder in die Schweiz beweist, dass verlässliche Zahlen unabhängig von einer öffentlichen Kostenübernahme erhoben werden können.“ Dafür müssten lediglich die Ärztinnen und Ärzte die ohnehin bei der Anamnese erhobenen Daten anonymisiert an die Statistik Austria übermitteln. Die Erforschung der Motive erfolgt auf wissenschaftlicher und freiwilliger Basis sowie unabhängig von der Erhebung statistischer Basisdaten. Die Fristenregelung bleibt davon unberührt.

Differenzierte Gesprächsbereitschaft
„Wir haben den Eindruck, dass Prävention weder zielgerichtet noch überprüfbar erfolgen soll und dass manche nicht genau hinschauen wollen, was schwangere Frauen benötigen oder welche Sorgen sie in diesen besonderen Zeiten verstärkt haben“, berichtet Kronthaler. So gebe es seitens der Grünen trotz mehrfachen aktiven Bemühens keine Gesprächsbereitschaft zu diesem Thema. „Wir werden weiter mit Argumenten den Dialog suchen. Das Thema ist gesellschaftlich einfach zu wichtig!“, schließt Kronthaler.

Alle Infos zu „Fakten helfen!“ und der Link zur Online-Unterzeichnung unter www.fakten-helfen.at

 

 Mag. Daniela Orler, aktion leben österreich

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