Die vorgeburtliche Beziehungsförderung (auch Bindungsanalyse genannt) ist eine besondere Form der Schwangerschaftsbegleitung. Sie wirkt sich förderlich auf die Schwangerschaft, die Geburt und auf die nachgeburtliche Eltern-Kind-Beziehung aus.

Das Kernstück der Bindungsanalyse ist die Babystunde. Sie ermöglicht es den werdenden Eltern mit ihrem noch ungeborenen Kind in einen tiefen, emotionalen Austausch zu kommen.

Die Bindungsanalyse ist für jede Schwangere geeignet und bleibt als besondere Zeit mit dem noch ungeborenen Kind in Erinnerung. Besonders hilfreich kann sie sein, wenn sich Frauen überfordert fühlen, durch vorangegangene belastende Schwangerschaften oder Geburten verängstigt sind, oder die eigene Schwangerschafts- und Geburtserfahrung traumatisch war. 

Auch der Vater spielt eine wichtige Rolle in der vorgeburtlichen Zeit und wird eingeladen bei den Babystunden mit dabei zu sein.

Mit der Bindungsanalyse haben die beiden ungarischen Psychoanalytiker Jenö Raffai und György Hidas ein Präventionskonzept entwickelt, um psychische und emotionale Störungen in späteren Jahren abzuwenden. Kinder, die liebevoll und mit viel Zuwendung ins Leben begleitet werden, entwickeln sich zu einfühlsamen, selbstbewussten Erwachsenen, sie kennen von klein auf ihre Körpergrenzen, können ihre Gefühle benennen und ihren Körpergefühlen vertrauen.

Erfahrungen, die durch die Begleitung gemacht werden:

  • die Schwangere wird darin unterstützt, ihrer natürlichen Körperkompetenz zu vertrauen
  • die Reifung des Babys und seine neuronale Entwicklung werden positiv beeinflusst
  • die Geburten verlaufen meist kürzer und schmerzfreier
  • die Frühgeburtenrate konnte deutlich gesenkt werden
  • die Notwendigkeit an geburtshilflichen Eingriffen wie Kaiserschnitt, Saugglocke und Zange nimmt deutlich ab

Nach der Geburt wenden sich 

  • die Babys neugieriger der Welt zu 
  • sind stabiler in ihrer Persönlichkeit 
  • sie schreien meist weniger als 20 min/Tag
  • sie haben einen besseren Tag/Nachtrhythmus
  • sie haben eine bessere Selbstregulation, bessere Verdauung
  • postpartale Depressionen (Wochenbett-Depression) bei der Mutter nehmen ab
  • die Verständigung mit den Babys nach der Geburt ist viel einfacher, Mutter und Kind können sich intuitiv verständigen 
  • die Bindungsanalyse hat eine präventive Wirkung auf die seelische Gesundheit und emotionale Stabilität der Kinder 

Mit der Bindungsanalyse wird je nach Vorgeschichte etwa in der 20. Schwangerschaftswoche begonnen. Nach einem Erstgespräch und der Abklärung von belastenden Faktoren werden regelmäßige Treffen (Babystunden) bis kurz vor der Geburt vereinbart. Einen Monat und sechs Monate nach der Geburt finden noch zwei Treffen gemeinsam mit dem Baby statt.

Die Bindungsanalyse ist keine psychotherapeutische Arbeit.

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Literatur und Studien

Schwangerschaft - aktion leben tirol - c iStock

Iris Sigl - Bindungsanalyse - aktion leben tirol

Iris Sigl
Humanenergetikerin, pädagogische Kinesiologin
In zertifizierter Ausbildung "Förderung der vorgeburtlichen Mutter-Kind-Beziehung" (Bindungsanalyse)

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