Internationaler Tag der Frau

NEIN zu Leihmutterschaft  -  NEIN zu Ausbeutung von Frauen!

aktion leben tirol zum Weltfrauentag: Leihmutterschaft ist eine extreme Form der Ausbeutung von Frauen und missachtet sowohl Frauen- wie auch Kinderrechte.

Herlinde Keuschnigg, GF aktion leben tirol

Missachtung von Frauen- und Kinderrechten

In  der  „Parlamentarischen Versammlung des Europarates“ in Straßburg wird in einigen Wochen darüber debattiert, ob europaweit legale Möglichkeiten der Leihmutterschaft eingeführt werden sollen. aktion leben appelliert an alle Verantwortlichen, sich der Tragweite ihrer Entscheidung bewusst zu sein, weil Leihmutterschaft eine extreme Form der Ausbeutung von Frauen darstellt und zugleich Frauen und Kinderrechte missachtet, stellt Herlinde Keuschnigg , Geschäftsführerin von aktion leben tirol, klar.

 

Extreme Form des Benutzt-Werdens

Von der Leihmutter wird verlangt, dass sie ihren Körper über mehrere Monate hinweg zur Verfügung stellt, sie kann z.B. nicht in der Hälfte der Zeit „aussteigen“. Das bedeutet für die Frau, sie muss diese extreme Form des Benützt-Werdens bis zur Geburt aushalten, gibt Keuschnigg zu bedenken.

aktion leben appelliert an die Politik, die Leihmutterschaft nicht juristisch zu regulieren und damit zu legitimieren, sondern gänzlich zu verbieten. Herlinde Keuschnigg: „Der Kinderwunsch von Erwachsenen kann nicht Frauen- und Kinderrechte außer Kraft setzen. Ein europaweites Verbot der Leihmutterschaft ist notwendig. Es verhindert, dass es einen Fortpflanzungstourismus in jene Länder gibt, die Leihmutterschaft durchführen. Ein klares Verbot würde signalisieren, dass Leihmutterschaft in Europa nicht gewünscht ist.“

 

Was bedeutet Leihmutterschaft aus medizinischer Sicht?

Medizinisch ist eine Leihmutterschaft wenig kompliziert. In die Gebärmutter der Leihmutter wird ein Embryo eingesetzt, der das genetische Material der zukünftigen Eltern hat. Sollten Samen oder Eizelle der Wunscheltern nicht funktionsfähig sein, werden Eizell- oder Samenspender gesucht.

In den USA, Russland, der Ukraine und Indien ist die Leihmutterschaft legal, bzw.  kaum Beschränkungen unterworfen.  Vermittlungsagenturen sorgen in diesen Ländern dafür, dass sich kinderlose Paare mittels Leihmüttern den Kinderwunsch erfüllen können. Auch für ausländische Paare ist das eine Möglichkeit zu einem Kind zu kommen.  Die Zahl derer, die eine fremde Frau dafür engagieren, ihr Wunschkind auszutragen, nimmt kontinuierlich zu.

 

Kinder mit drei Müttern

Aus moralisch-ethischer und rechtlicher Sicht ist das Ganze komplizierter – besonders dann, wenn drei Mütter involviert sind: die genetische Mutter (von ihr stammt die Eizelle), die Leihmutter (sie trägt das Kind aus) und die Wunschmutter (bei ihr wächst das Kind auf).

Die späteren Folgen der Leihmutterschaft aus juristischer und psychologischer Sicht sind noch nicht abzusehen, weder für die Mütter/Eltern noch für die Kinder.  Dazu gehört auch das Problem der Behinderung des Kindes, d.h. wer die Last zu tragen hätte, ob ein „Annahmezwang“ oder ein Rechtsanspruch auf Abtreibung gegeben wäre.

 

Kinderkriegen wird kommerzialisiert

Die Leihmütter handeln meist aus finanzieller Not. Sie stellen ihren Körper Paaren zur Verfügung, die selbst keine Kinder bekommen können. Mit dem damit verdienten Geld wollen sie sich ein besseres Leben ermöglichen. Kinder zur Welt zu bringen wird kommerzialisiert. An das Leihmutter-Sein werden von den Vermittlungsagenturen meist Bestimmungen geknüpft. Moralische, ethische und medizinische Bedenken werden aufgrund der großen Sehnsucht von kinderlosen Paaren nach einem eigenen Kind über Bord geworfen. Je nach Land, Komplexität und Anzahl der Versuche lassen sich Paare den Wunsch nach einem Kind mehrere 10.000 bis gar mehr als 100.000 Euro kosten.  Damit ist klar, dass es nur für wohlhabende Paare möglich ist eine Leihmutter zu engagieren. Damit ist auch klar, dass die Frauen über ihren Körper ausgebeutet und damit Geschäfte gemacht werden.

 

Gute Bedingungen für Leihmutterschaft nur in der Theorie

Gute Bedingungen für Leihmutterschaft gibt es nur in der Theorie. In der Praxis verlieren sowohl die Leihmütter wie auch die Kinder – in Indien genauso wie in Europa: Schwere Belastungen der Kinder, Konflikte bei austragenden Frauen und letztlich auch bei Wunscheltern werden in Kauf genommen.“

Innsbruck, 7. März 2016

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