Auf Fehlersuche?

Stellungnahme anlässlich der Veranstaltung am 1. Oktober 2014 von RollOnAustria zur embryopathischen Indikation

Auf Fehlersuche - RollOnAustria

Fehlersuche: Fehlt nur dem Teddy jemand? Fehlt jemand mitten unter uns, weil wir schon vor der Geburt nach Fehlern suchen? Oder ist das System fehlerhaft?

Die embryopathische Indikation im Strafgesetzbuch kann ohne weiteres ersatzlos aus dem StGB gestrichen werden. Keine Frau würde dadurch gezwungen, ein tatsächlich oder vermeintlich behindertes Kind auszutragen. Die medizinische Indikation reicht aus, einer Frau aus gesundheitlichen Gründen (Anm.: die Indikation umfasst körperliche und seelische Gefährdung) den straflosen Schwangerschaftsabbruch zu ermöglichen. Der Vollständigkeit halber wird darauf hingewiesen, dass es neben der embryopathischen Indikation noch eine weitere Indikation gibt, bei der nicht auf den Zustand der Frau abgestellt wird: die Unmündigenindikation, d.h. die Schwangerschaft eines Mädchens unter 14 Jahren.

Wir von Aktion Leben haben in den letzten 10 Jahren das Problem der embryopathische Indikation deshalb nicht öffentlich angesprochen, weil wir diese Möglichkeit jenseits der mentalen Schranke der Fristenregelung nicht bekannt machen wollten. Die Verhältnisse haben sich aber geändert. Der medizinische Fortschritt hat die Sache öffentlicher gemacht, die Spätabtreibung ist der Öffentlichkeit bekannt geworden. Daher muss die Frage nun aufgegriffen werden. Die embryopathische Indikation ist überflüssig aber gefährlich. Sie ist ein Unwerturteil über ein vermeintlich oder tatsächlich behindertes ungeborenes Kind. Wir kennen keine Zahlen, da Abtreibungen in Österreich statistisch nicht erfasst und Motive nicht erforscht werden. Die Gefahr liegt auch darin, dass durch die embryopathische Indikation und das Unwerturteil vorgeburtliche Behinderung der Mutter und dem Vater zum Vorwurf gemacht werden kann.

"Kind als Schaden" ist zwar juristisch nicht korrekt, aber die Bevölkerung empfindet die Rechtsprechung nicht zu Unrecht im Ergebnis so. Die Urteile sind klar: Mangelnde Aufklärung, fehlerhafte Untersuchung oder keine Empfehlung zu weiterreichenden Untersuchungen bei Auffälligkeiten werden für Ärzte zur existenzgefährdenden Bedrohung.

Dr. Johann Hager
Obmann von Aktion Leben Tirol

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