aktion leben tirol im Wandel der Zeit - "Leben leben lassen"

40 Jahre Einsatz für schwangere Frauen, ungeborene Kinder und Familien in Not

Gedanken unseres Obmanns Dr. Johann Hager

Die weitgehende Straflosigkeit des Schwangerschaftsabbruchs als Ausdruck der Selbstbestimmung der Frau führte in Tirol im Jahr 1975 zur Gründung des Vereines aktion leben tirol unter Führung von Dr. Heinrich Juen. Mit einem Volksbegehren sollte der Beschluss des Nationalrats zur Liberalisierung des Schwangerschaftsabbruchs rückgängig gemacht werden. Schlagworte wie „mein Bauch gehört mir“ waren Ausdruck der feministischen Bewegung der 70er Jahre. Auf einem von Emotionen geprägten Parteitag im Jahr 1973 beschloss die damals allein regierende SPÖ überraschend die sogenannte „Fristenlösung“. Gemeint ist eine Fristenregelung, wonach innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate die Abtreibung straflos bleibt.

 

aktion leben tirol beschritt einen neuen Weg, dieser lautete, den Mut zum ungeplanten / ungewollten Kind in den Vordergrund zu stellen.

Begleitung und Hilfe wurden die Antwort auf die vermeintliche Lösung Schwangerschaftsabbruch, wobei auf die Würde und Rechte des Ungeborenen und der Frau, gleichermaßen zu achten sind. Ein sachlicher Diskurs zum Thema Schwangerschaftsabbruch ist bis heute nicht einfach.

 

Der unabhängige und überkonfessionelle Verein aktion leben tirol hat daraufhin eine Aufklärungs- und Bildungsarbeit in Schulen entwickelt, dazu kamen Unterstützungsangebote in Not und schließlich die Beratung auch im Schwangerschaftskonflikt. Dies war der logische Schritt einer Entwicklung, die Anfang der 90er Jahre mit der Standortbestimmung einsetzte. Reden, Denken, Zuhören und Handeln müssen zusammenpassen.

Dr. Johann Hager

Obmann