Die dritte Option

Thomas Fürhapters brisanter Dokumentarfilm zu den Themen Pränataldiagnostik, Fetozid und Behinderung

Und dann bleibt dir keine andere Wahl, du entscheidest über Leben und Tod!

Die dritte Option - Thomas Fürhapter

Was tun, wenn man erfährt, dass man ein behindertes Kind erwartet? Thomas Fürhapters Film über die ethischen Implikationen der Pränataldiagnostik ist
ab 22. September 17 im Leokino zu sehen.

Die Premiere findet am 18. September 17 um 19.20 Uhr statt.

 

zur Website diedritteoption.at


Filmrezension „Die dritte Option“

Thomas Fürhapter gelang mit seinem Film „Die dritte Option“ die Themen Pränatal-diagnostik, Fetozid und Behinderung eindrucksvoll in Szene zu setzen, ohne mit einem übermoralisierenden Zeigefinger zu winken.
Der emotionale und künstlerische Zugang Fürhapters zum Thema stellt starke und eindrucksvolle Bilder in den Vordergrund, die den Zuseher in emotionaler Weise berühren und zum Nachdenken bringen, ohne die Grenzen des Erträglichen zu verletzen.
Den gesellschaftlichen Norm-Gedanken setzt er zum Beispiel in einer Playmobilfabrik in Bildsprache um, wo tausende kleine, gleich aussehende Playmobilkinder in einer großen Tonne herumkullern. Weitere eindrucksvolle Schauplätze sind etwa die Bestattung Wien, wo man Tischlern beim Bauen von (Kinder-)Särgen über die Schulter schaut oder – und dies ist das einzige „grenzwertige“ Bild – wenn man einen Kaiserschnitt miterlebt, bei dem sechs Menschen an der Arbeit sind, während man in späterer Folge des Films eine Betroffene davon erzählen hört, wie sie allein ihr totes/getötetes Baby gebar.
Behinderung als Abweichung von der Norm, als „Übel“ oder „Leid“ und die mittlerweile fast vorherrschende gesellschaftliche Pflicht zur (Selbst-)Optimierung sind Konstruktionen, für die Fürhapter sensibilisieren möchte. Zur Entstehungsgeschichte seiner Dokumentation befragt, erzählt er von seiner Beobachtung, dass Pränataldiagnostik und Spätabbrüche zunehmend privatisiert werden, obwohl diese nach seinem Dafürhalten gesellschaftliche Phänomene sind - und wir als Gesellschaft hier auch in der Verantwortung stehen.
Den „Angeboten“ in der vorgeburtlichen Zeit stellt er den Gedanken der Selbstbestimmung der Frau/der Eltern gegenüber, denn - so fragt er zu Recht - wie frei und selbstbestimmt kann eine Entscheidung sein, wenn in der Gesellschaft eindeutig eine bestimmte Linie verfolgt und gewünscht wird? Der Umgang mit dem Thema Behinderung ist für Fürhapter Ausdruck des gesellschaftlichen Zustandes. Die internalisierte Fremdbestimmung – die gesellschaftlich vorgeprägte „Meinung“ – lässt den Betroffenen wenig Handlungsspielraum.

Für mich ein sehr gelungener und eindrucksvoller Film zum Thema – sehenswert!

Ines Pratter, Leiterin der Abteilung Bildung
von aktion leben österreich, Juni 2017

zum Leokino

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